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100 Tage Mindestlohn, und jetzt?

Gewerkschaften: Für eine »seriöse« Bilanz ist es zu früh, massenhaft Jobs scheint er aber nicht zu vernichten

  • Von Jörg Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Für eine seriöse Bilanz ist es zu früh, sagen Gewerkschaften und Wissenschaftler und ziehen doch ein vorsichtig positives Fazit: Der Mindestlohn vernichtet keine Arbeitsplätze.

Seit 100 Tagen ist es in Kraft: das »Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns«. Seit Jahresbeginn ist rechtlich verbindlich ein Stundenlohn von Minimum 8,50 Euro zu zahlen. Ausgenommen von dem Gesetz sind Schülerpraktikanten, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Erwerbstätigkeit, Auszubildende und Jugendliche ohne Berufsabschluss. Und als wäre der gesetzliche Mindestlohn ein Politiker, dem man 100 Tage Welpenschutz gewährt, bevor auf ihn eingedroschen werden darf, sind dieser Tage die 100 Tage Mindestlohn Topthema. Stichtag ist der 10. April.

Für Gustav Horn vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) haben sich die »Horrorszenarien«, die manche Forscher berechnet hatten, nicht bewahrheitet. Zwar sei es noch zu früh, um wissenschaftlich fundierte Aussagen zu machen, doch geht der Wirtschaftsexperte davon aus, dass die Einführung des Mindestlohns »keinerlei Effekte auf die Besch...


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