Neue Chancen, neue Probleme, neue Gegner

Die Vereinbarung von Lausanne verändert auch Stellung und Rolle Irans als regionale Macht

  • Von Jan Keetman
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Jubel auf den Straßen Teherans zeigt, wie viel das in Aussicht gestellte Ende der Sanktionen in Iran zählt. Hingegen sorgt sich offenbar nur ein kleiner Teil der Hardliner wegen Verlustes an Prestige.

Zunächst sehen die Eckpunkte des Vertrages von Lausanne vielversprechend aus. Doch es ist ein Abkommen, dessen Wert sehr von technischen Details und der Implementierung z. B. von Kontrollen abhängt. Dinge, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. In den Jahren seit der Aufdeckung des iranischen Atomprogramms durch eine Oppositionsgruppe hat man einiges erlebt, wie das Regime in Teheran Kontrollen blockiert und heimlich an anderer Stelle nachgerüstet hat.

Doch gehen wir davon aus, dass es die iranische Führung nicht auf ein Katz-und-Maus-Spiel abgesehen hat und dass der dann wirklich historisch zu nennende Vertrag endgültig zustande kommt und dass er umgesetzt wird. Dann stellt sich die Frage, warum Teheran eingelenkt hat und was dies für die Region bedeutet.

Der Druck der Sanktionen hat sicher eine Rolle gespielt, doch nicht nur. Während der unterstellte Wunsch nach einem Aufstieg in die Reihe der Atommächte v...


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