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Potsdam auf Rang drei der Hauptstädte

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Potsdam ist attraktiv. Die Einwohnerzahl steigt seit 15 Jahren, im Vergleich der bundesdeutschen Landeshauptstädte ist hier die Geburtenrate hoch und die Sterberate niedrig.

»Unsere Stadt bleibt im gesamtdeutschen Vergleich eine der attraktivsten Landeshauptstädte«, schwärmt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). »Wir haben mit den höchsten Einwohneranstieg, die meisten Kinder unter zwölf Jahren und sind eine der am stärksten wachsenden Metropolen.« Das sei »großartig«, findet Jakobs.

Die Stadtverwaltung hat einen gerade veröffentlichten Bericht zum statistischen Vergleich der bundesdeutschen Landeshauptstädte ausgewertet und die Ergebnisse vorgestellt. Demnach lebten Ende 2013 in Potsdam 161 097 Einwohner. Das waren 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nur München (plus 1,8 Prozent) und Berlin (plus 1,4 Prozent) weisen größere Bevölkerungszuwächse aus. Ende 2014 zählte Potsdam schon 163 668 Einwohner. Das Wachstum hält seit nunmehr 15 Jahren an.

»Diese Entwicklung wird insbesondere durch die guten demografischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Potsdam unterstützt«, sagt Heike Gumz, Leiterin des Bereichs Statistik und Wahlen. Ihr Mitarbeiter Matthias Förster betont, dass Potsdam mit einer Besuchsquote von 77,3 Prozent den größten Betreuungsgrad bei den unter zwölf Jahre alten Kindern erreiche. Förster hatte den statistischen Städtevergleich ausgewertet.

Die Geburtenrate Potsdams (10,6 Geburten je 1000 Einwohner) wird nur von Dresden (11,3) und München (10,9) übertroffen. Da die Sterberate mit 9,2 je 1000 Einwohner relativ niedrig sei, habe Potsdam nach München das »zweitgrößte natürliche Bevölkerungswachstum«, heißt es. Deutlich hinter München liegt Potsdam beim erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt. Statt 82 700 Euro je Erwerbstätigen wie in München sind es in Potsdam nur 49 100 Euro. Als einzige ostdeutsche Landeshauptstadt verzeichnet Potsdam einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7,3 Prozent. Damit hat die Stadt aber immer noch eine niedrigere Arbeitslosenquote als Schwerin, Magdeburg, Dresden und Erfurt.

In Potsdam wohnen 76 900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. 46 200 Berufstätige pendeln zur Arbeit in die Landeshauptstadt. 59,5 Prozent der Arbeitsstellen in Potsdam sind von Einpendlern besetzt.

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