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Der tiefe Staat

Carsten Hübner über den NSU-Komplex und schier unzählige Zufälle

  • Von Carsten Hübner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor neun Jahren, am 6. April 2006, wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel mit zwei gezielten Schüssen hingerichtet. Er war das neunte und damit vorletzte Opfer der NSU-Mordserie. Zur Tatzeit am Ort des Geschehens: Andreas Temme, Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes. Das kann Zufall gewesen sein. Ebenso wie unzählige andere erstaunliche Sachverhalte, die bekannt geworden sind, seit sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im November 2011 selbst getötet haben sollen, um ihrer Festnahme zu entgehen.

Das Leben ist bekanntlich voller Zufälle. Verdächtig wird es nur, wenn sich die Zufälle häufen. Da ermitteln Behörden über Jahre in die falsche Richtung, obwohl das Umfeld der Täter mit V-Leuten durchsetzt ist. Da werden vom Verfassungsschutz zeitnah zur Aufdeckung der Taten sensible Akten geschreddert, angeblich weil ihr Verfallsdatum überschritten war. Da werden wichtige Zeugen nicht gehört, ihre Aussagen verworfen...


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