Olaf Harning und Jörg Meyer 10.04.2015 / Inland

Frust beim Zoll, Freude beim Lohndrücker

Statt Arbeitsstätten zu überprüfen, schieben FKS-Beamte Schreibtischdienst

Seit der letzten behördeninternen Umstrukturierung sind flächendeckende Kontrollen von Mindestlohnverstößen kaum noch möglich. Ganze Zoll-Einheiten wechseln aus Frust ihre Dienststellen.

Herbst 2013, irgendwo im ländlichen Norddeutschland: Für einen Moment war Kevin Stolte* sprachlos, als er das Gatter zum ehemaligen Kohlenkeller des Hauses öffnete. Eine Holzpritsche, einen Tisch und einen Stuhl sah der Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit darin, sonst nur den kahlen Betonboden und einen schmalen Fensterschlitz. Unter diesen Bedingungen, so stellte sich im Verlauf der Kontrolle heraus, hatte ein Schwarzafrikaner seit Monaten im Hinterhof des Restaurants gelebt, für das er als Küchenhilfe arbeitete: zwölf Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche, für vier Euro die Stunde.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: