Kollektive Traumatisierung

Miriam Gebhardt bricht ein Tabu: Vergewaltigungen durch Westalliierte

  • Von Ernst Reuß
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Als ein in der Bundesrepublik sozialisierter Mensch hörte und las man immer wieder über die Vergewaltigung deutscher Frauen und Mädchen durch Soldaten der Roten Armee. Zu Zeiten des Kalten Krieges galt »der Russe« prinzipiell als böse. Wer auf Gräueltaten deutscher Landser verwies, sah sich mit der Frage konfrontiert, was man wohl sagen würde, hätte »der Russe« die Freundin vergewaltigt.

Miriam Gebhardt bricht ein jahrzehntelanges Tabu, berichtet über Vergewaltigungen zu Kriegsende, die es auch in den westlichen Besatzungszonen gegeben hat. Im Vorwort schreibt sie »Nach meinen Berechnungen wurden mindestens 860 000 Frauen (und auch etliche Männer) im Nachkrieg vergewaltigt. Mindestens 190 000 davon, aber vielleicht auch mehr, erlebten die sexuelle Gewalttat durch einen amerikanischen Armeeangehörigen, andere durch britische, belgische oder französische Soldaten. Von diesen Opfern wurde nie gesprochen. Denn so wie die DDR die U...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 495 Wörter (3577 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.