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»Sah ein Knab’ ein Röslein …«

Gedenken zum 70. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sie sind viele Kilometer gereist, um am 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Ravensbrück dabei zu sein. Mit einer Schweigeminute und Kranzniederlegungen gedachten Überlebende den Opfern des NS-Terrors.

Voller Leidenschaft singt Hanna Walczuk: »Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heide…« Sie freut sich, dass sie der deutschen Sprache, die sie in Kindheitstagen erlernte, noch mächtig ist, auch noch deutsche Gedichte rezitieren kann. »Im Lager und auch nach der Befreiung sprach ich nie mehr ein Wort Deutsch«, sagt die Veteranin, die ein blau-weiß-gestreiftes Halstuch mit dem roten Winkel, darin ein »P« aufgedruckt, als Mitglied der polnischen Delegation ausweist.

Jedes Jahr reist die gebürtige Warschauerin nach Ravensbrück. Sie war 14 Jahre jung, als sie am 4. September 1944 nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes von den deutschen Okkupanten mit ihrer Mutter in ein Zwangsarbeiterlager in Neubrandenburg verschleppt wurde. »Wir mussten zwölf Stunden in einer Fabrik arbeiten, in der Flugzeugteile hergestellt wurden, von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends«, berichtet sie. »Meine Mutter kam eines Tages au...


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