Kleine Revolution beim Trassenbau

Die frühe Bürgerbeteiligung im Großraum Osnabrück könnte Maßstäbe setzen

  • Von Harald Lachmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es ist ein bundesweit wohl einzigartiges Projekt: Bei der »Trassenfindung Bissendorf« haben Bürger, Kommunalpolitiker und Behörden vor dem nötigen Raumordnungsverfahren gemeinsam beraten.

Favorit ist Variante 8a. Auf diesen Trassenverlauf können sich vorerst die meisten Bewohner der niedersächsischen Gemeinden Bissendorf und Belm einigen. Doch auch die Varianten 9 und 10 sind noch im Rennen. Vermutlich entdeckten nur Experten große Differenzen zu den anderen der insgesamt 13 Alternativen, auf denen die künftige Höchstspannungsleitung 16 von Bad Essen nach Gütersloh den Großraum Osnabrück queren könnte. Doch wer in diesen beiden Kommunen lebt, ist genau das: ein Insider. Das findet auch Guido Halfter. Der 50-Jährige ist Bürgermeister in Bissendorf und als solcher Initiator eines bundesweit wohl einzigartigen Projektes. Denn im Rahmen des Modellvorhabens »Trassenfindung Bissendorf« trafen sich lange vor dem nötigen Raumordnungsverfahren Bürger und Kommunalpolitiker seiner Gemeinde mit Behördenvertretern, um zu überlegen: Wo würden die 61 Meter hohen und 32 Meter breiten Masten den Anrainern am wenigsten wehtun? Mit im Boo...

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