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Erneuter Brandanschlag auf Bundestagsgebäude

Polizei schließt rechtsradikaler Hintergrund nicht aus

Greifen Nazis nun zu härteren Maßnahmen? Die Häufung von Angriffen auf Regierungsgebäude in Berlin lässt darauf schließen. Schon wieder warfen Unbekannte einen Brandsatz gegen das Paul-Löbe-Haus

Berlin. Zum wiederholten Male haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag einen Brandanschlag auf das Bundestagsgebäude Paul-Löbe-Haus verübt. Der gegen das Gebäude geschleuderte Molotowcocktail sorgte für eine leichte Verrußung der Glasfassade und Beschädigungen auf dem Gehweg, teilte die Polizei mit. Der Brandsatz ging von allein aus, verletzt wurde niemand. Ein Bundespolizist beobachtete, wie ein Mann mit einem Fahrrad flüchtete. Am Tatort wurden nach Angaben der Polizei diverse Flugblätter zurückgelassen. Das Dezernat für rechtsmotivierte Straftaten beim Polizeilichen Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Es ist nicht der erste derartige Anschlag am Paul-Löbe-Haus. Zuletzt hatte es einen ähnlichen Brandsatz am 23. März gegeben. Damals gab es ebenfalls kaum Schäden. Zu einem weiteren ähnlichen Vorfall in der Nacht zum 24. November 2014 bekannte sich später eine rechtsextreme Gruppe. Brandsätze ohne größere Folgen waren zudem in der Nacht vom 28. auf den 29. September am Reichstag und am 25. August an der CDU-Bundeszentrale gelegt worden. Auch hier gab es Hinweise auf rechtsextremistische Motive. Agenturen/nd

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