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Libyens Schleusen stehen offen

Staatszerfall und Bürgerkrieg erleichtern Menschenschleppern, Waffen- und Drogenhändlern ihr Geschäft

  • Von Mirco Keilberth
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Libyen driftet auseinander. Der Bürgerkrieg zwischen den Militärallianzen »Fadschr Libya« und »Karama« ist ein Glücksfall für die kriminellen Strukturen und die Dschihadisten Libyens.

Tripolis. Libyen driftet auseinander: Während die Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat in der einstigen Gaddafi Hochburg Sirte und den Hafenstädten Sabratah und Derna ein Kalifat vorbereiten, entwickelt sich die Küste Westlibyens immer mehr zum Umschlagplatz von Schmugglern jeder Art.

Das in der Nacht zum vergangenen Sonntag verunglückte Fischerboot - rund 800 Menschen starben dabei - war von der libyschen Kleinstadt Garabuli bei Tripolis gestartet, von dessen Stränden schon Hunderte Boote Richtung Lampedusa oder Sizilien ablegten. Oft sind es ehemalige Milizionäre, die nach ausbleibenden Zahlungen des Verteidigungsministeriums im Schmuggel jeder Art eine neue Einnahmequelle gefunden haben.

Von den Stränden der westlibyschen Küstenstädte Zliten, Khoms, Misrata und Zuwara schickten die Schmuggler im vergangenen Jahr mehr als 170 000 Flüchtlinge über das Mittelmeer, rund drei Mal mehr als noch vor drei Jahren. Exper...


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