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Gelächter als Provokation

Winfried Völlgers Roman »Das Windhahn-Syndrom« ist 32 Jahre nach der Erstauflage wieder zu lesen

  • Von Eberhard Reimann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Winfried Völlger, Jahrgang 1947, hat Mitte der Neunziger aufgehört zu schreiben. Seitdem widmet er sich hauptsächlich der bildenden Kunst und der Musik. Nach der Wende fühlten sich viele DDR-Schriftsteller, als hätte man sie auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Gerade hatten sich ihre Bücher noch gut, sogar sehr gut verkauft, und plötzlich vergammelten sie in den Regalen. Verlage gingen pleite, und neue Verleger waren nicht leicht zu finden.

Völlgers Verstummen mag eine drastische Antwort gewesen sein, ließ an Klarheit aber nichts zu wünschen übrig. Beschämend ist, dass er recht behalten hat: Seine Bücher muss man heute in Antiquariaten oder bei ebay suchen, und auch seinem vielleicht bekanntesten Buch »Das Windhahn-Syndrom«, das in der DDR immerhin eine Auflage von 40 000 erreichte, weil die Nachfrage der Leser so groß war, ist es nicht besser ergangen. Der Mitteldeutsche Verlag hat sich nun entschlossen, eine erweiterte Neuauf...


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