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Prophylaxe für rostenden Atommüll

Schleswig-Holstein stellt Regeln für Lagerung auf

Kiel. Mit strengeren Vorgaben für die Betreiber will Schleswig-Holstein die Sicherheit bei der Zwischenlagerung schwach- bis mittelradioaktiver Abfälle erhöhen. Die Überwachung durch die Atomaufsicht setze künftig bereits beim Befüllen der Behälter ein, sagte Energieminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung des Berichts zu Rostschäden an Atommüllfässern in Brunsbüttel. Eine Arbeitsgruppe hatte sich seit dem vergangenen Jahr mit den Ursachen für die Geschehnisse beschäftigt. Die Lagerstätten sollen zudem künftig jährlich inspiziert, und alle vier Jahre sollen die 632 Behälter auch von unten kontrolliert werden. Rostschäden ließen sich nach Einschätzung der Experten aber nie ganz verhindern.

In Brunsbüttel will der Betreiber Vattenfall die zum Teil bereits seit 30 Jahren eingelagerten Fässer mit schwach- bis mittelradioaktivem Abfall mit aufwendiger Spezialtechnik bergen. Von 573 mit einer Kamera untersuchten Behältern waren dort bei 154 Fässern schwere Beschädigungen festgestellt worden. Die Bergung der Fässer aus den sechs unterirdischen Lagerräumen soll in diesem Herbst beginnen und etwa drei Jahre dauern. Anschließend soll der Atommüll zur Endlagerung in 58 Containern verpackt werden.

Bei dem Abfall in Brunsbüttel handelt es sich um Filterharze und Verdampferkonzentrate, die während des Kraftwerksbetriebs (bis 2007) angefallen waren. Für eine Endlagerung ist bislang die Anlage im Schacht Konrad in Niedersachsen vorgesehen. dpa/nd

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