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ZDF-Dreh mit Drohne löst Polizeieinsatz aus

Dreharbeiten des ZDF mit einer Kameradrohne lösten einen Polizeieinsatz aus. Die Beamten seien am Mittwochnachmittag zu einer Flüchtlingsunterkunft in Neukölln gerufen worden, weil sich ein verängstigter Bewohner erschreckt haben soll, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der Heimbetreiber, die Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft, hatte dem ZDF »verantwortungsloses Vorgehen« vorgeworfen. Ein Pakistani, der in seiner Heimat tödliche Drohnenangriffe erlebt habe, soll demnach einen Nervenzusammenbruch erlitten haben. Die Drohne sei unmittelbar vor seinem Zimmerfenster in Position gegangen. Sie habe für erhebliche Unruhe bei den Heimbewohnern gesorgt und »traumatische Kriegserinnerungen« geweckt. Das ZDF wies die Vorwürfe zurück. Der Quadrokopter habe sich dem Gebäude niemals mehr als 100 Meter genähert. »Dies kann zweifelsfrei anhand von GPS-Daten, Fotos und Filmaufnahmen belegt werden«, teilte der Sender mit. »Es wurden ausschließlich Totalen von dem Gebäude gedreht.« Es gebe keine Einblicke in die Fenster. dpa/nd

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