Der Imperativ der Versöhnung

Anne Goldenbogen über die Frage, warum man Auschwitz nicht so ein einfach vergeben kann

  • Von Anne Goldenbogen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Wir wurden dazu verurteilt weiterzuleben.« So fasst Eva Pusztai-Fahidi, Auschwitzüberlebende und Nebenklägerin im Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann und sogenannten »Buchhalter von Auschwitz« Oskar Gröning, das Trauma derjenigen in Worte, die der Vernichtungsmaschinerie der Nazis lebend entkamen. Die Strategien des Umgangs damit sind so unterschiedlich wie die Überlebenden selbst: Schweigen, Sprechen, Rache, Strafe, Abstand, Verzeihen. Es ist die persönliche Entscheidung jeder und jedes Einzelnen. Und ihr gutes Recht.

Auch Eva Mozes Kor hat Auschwitz überlebt, gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester wurde sie als medizinisches Forschungsobjekt missbraucht. Alle anderen Mitglieder ihrer Familie wurden ermordet. Jetzt hat sie dem Angeklagten in Lüneburg die Hand gereicht, öffentlich ihre Vergebung erklärt und die Sinnhaftigkeit der Anklagen gegen ihn sowie möglicher weiterer Prozesse gegen NS-Täter in Zweifel gezogen. Den 49 a...

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