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Valverde verlor Gelb

Winokurow neuer Vuelta-Spitzenreiter

  • Von Tom Mustroph, Grenada
  • Lesedauer: 2 Min.
Auf die Fußballersprache übertragen befindet sich die Spanien-Radrundfahrt mitten im Rückspiel. Sie wurde bislang souverän kontrolliert - in der spielerischen Art des FC Barcelona - vom Favoriten Alejandro Valverde. Nach der ersten Bergetappe lag der Spanier in der Gesamtwertung in Front und bediente sich seitdem der Rhetorik eines Konterfußballers. »Winokurow muss angreifen«, sagte Valverde, nachdem er auf dem steilen Anstieg zum Calo Alto an Alexander Winokurow vorbeiziehen und damit sechs Sekunden Zeitgutschrift ergattern konnte. Für Valverde hat sich das komplexe Unternehmen Vuelta auf das Duell mit dem Kasachen Winokurow reduziert. »Verteidigen ist leichter als angreifen«, meinte Winokurows Sportlicher Leiter Herminio Diaz Zaballa. Doch im Lager des kasachisch-spanischen Teams Astana waren nach der bis dahin nur halb erfolgreichen Aufholjagd schon erste Spuren der Verzweiflung zu erkennen. Denn Winokurow konnte machen, was er wollte - er hielt zwar stets den Rest des Pelotons auf Distanz, konnte aber Valverde nicht einholen. Vor der gestrigen 17. Etappe lag er zeitgleich mit dem Spanier Carlos Sastre als Gesamtzweiter 1:42 min hinter Valverde, der sich schon als Vuelta-Sieger wähnte. Doch Winokurow wendete auf der 17. Etappe von Adra nach Grenada nach 166,7 km das Blatt und lag im Ziel 1:38 min vor Valverde, dem er damit das Gold-Trikot des Spitzenreiters abnahm. Valverde liegt jetzt neun Sekunden hinter Winokuorow, der hinter dem Tagessieger Tom Danielson (USA) Zweiter wurde. Auf dem letzten von zwei Anstiegen hatte der Astana-Kapitän Winokurow angegriffen und sich von Valverde absetzen können. Valverde musste in einer kleinen Verfolgergruppe mit ansehen, wie der Vorsprung seines Widersachers wuchs und wuchs.

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