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»Hysterisch und leicht totalitär«

Vier Monate nach den Attentaten von Paris streitet Frankreich über die Thesen des Historikers Emmanuel Todd

  • Von Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer ist Charlie - »Qui est Charlie?« - fragt der Historiker Emmanuel Todd in seinem gleichnamigen Buch, das ganz oben auf französischen Bestsellerlisten steht und einen leidenschaftlichen Streit in den Feuilletons ausgelöst hat. Dabei ist Todds Untersuchungsinteresse auf den ersten Blick recht unverfänglich: Er will wissen, wer die Millionen Menschen waren, die am 11. Januar auf die Straße gingen, nachdem islamistische Attentäter zwischen dem 7. und 9. Januar elf Mitarbeiter der Satirezeitschrift »Charlie Hebdo«, vier Besucher eines jüdisches Supermarktes und zwei Polizisten erschossen hatten.

Dazu nimmt sich Todd Karten jener Départements mit der höchsten Anzahl an Demonstranten und vergleicht, wie sich Bevölkerung und Eliten bei anderen historischen Ereignissen verhalten haben: zum Beispiel während der Französischen Revolution und bei der Gründung der Europäischen Union. Todds Fazit: Die Solidaritätswelle vom 11. Januar habe...


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