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Das gute alte Händeschütteln ist nicht totzukriegen, obgleich es genau genommen feucht, eklig und übergriffig im wahrsten Wortsinne ist. Wer wem wann und wie lange die Pfoten quetscht, ob sie geschüttelt, gerührt oder nur gedrückt werden, diskutieren Höflichkeitsapologeten seit Ewigkeiten. Sogar die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die mit Knigge nicht viel am Strohhut hatte, benutzte ineinander verschränkte Finger als Symbol. Nicht einmal dieser historische Irrweg der Extremitäten verhinderte, dass sich Politiker bis heute ausdauernd die Hände schütteln. Und dabei Viren und Bakterien ihre fröhliche Verbreitung ermöglichen. Dass es auch ohne altmodische Grapscherei geht, zeigt ein Trend aus USA. Er heißt »Fist Bump«, so viel wie »Anfausten«. Dabei werden nur die Fäuste leicht aneinander gehalten. Sieht lustig aus, wenn es Barack Obama macht. Bei Sultan Qabus ibn Said aus Oman oder Gerda Hasselfeldt von der CSU müsste man sich erst daran gewöhnen. ott

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