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Komorowski braucht die Linksliberalen

Eine Stichwahl am Sonntag muss entscheiden, wer Polens neuer Präsident wird

  • Von Holger Politt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Amtsinhaber Komorowski ist am Sonntag bei der polnischen Präsidentschaftsstichwahl gegen seinen nationalkonservativen Herausforderer Duda auf Stimmen aus dem linksliberalen Feld angewiesen.

Allzu siegessicher ist Präsident Bronislaw Komorowski in den Wahlkampf gezogen. Umfragen ließen ihn lange vorher hoffen, die Hürde im großen Stil und fast nebenbei nehmen zu können. Doch um im Amt zu bleiben, muss er sich nun zu einem Spagat bequemen, in dem der überzeugte Konservative wenig geübt ist. Das Zünglein an der Waage könnte am Sonntag in der Stichwahl das linksliberale bzw. linksorientierte Wählerspektrum sein - soweit es in deutlicher Mehrheit zur Wahl geht, weil es sich dann für Komorowski entscheiden muss.

Herausforderer Andrzej Duda hat seinen Zuschnitt schnell gefunden, er ist mit jeder Faser der Kandidat seiner Partei - der nationalkonservativen PiS. Um am Sonntag die Nase vorne zu haben, reizt er nun die soziale Karte und zieht den gerade noch gefälligen konservativen Patriotismus ungeniert hinüber auf fragwürdigen nationalistischen Grund.

Mit den großen Gewerkschaften ist er sich einig in der Ablehnung der ...


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