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Drogenideologen

Markus Drescher über Prävention, Repression und Rauschmittel

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Der alljährliche Drogenbericht der Bundesregierung dokumentiert vor allem eines: Hilflosigkeit, falsche Prioritäten und Ideologie. Alkohol und Tabak töten - auf nahezu gleichbleibendem Niveau - die meisten Menschen, sind legal, gesellschaftlich akzeptiert und bringen dem Staat Milliarden Steuereinnahmen. Cannabis ist nicht tödlich, gesellschaftlich weitestgehend akzeptiert, könnte dem Staat Milliarden Steuereinnahmen bringen, ist aber illegal. Crystal Meth, illegal und eine absolut zerstörende Droge, verbreitet sich immer mehr. Gesicherte Daten zum konkreten Ausmaß gibt es allerdings kaum, geschweige denn ein Konzept, wie dem wachsenden Problem zu begegnen ist. Der Schwerpunkt in der Prävention illegalisierter Drogen soll weiter auf dem Cannabiskonsum liegen.

Die Beispiele machen deutlich, dass sich die Drogenpolitik keineswegs überwiegend an der »Gefährlichkeit« eines Rauschmittels orientiert oder an Notwendigkeiten, sondern dass sie die einmal ideologisch eingeschlagenen Wege nicht mehr verlässt und in die falsche Richtung läuft. Wegen ihrer Unfähigkeit, etwa Cannabiskonsum in der Form zu akzeptieren, wie sie es mit Tabak und Alkohol tut, werden durch Repressionsmaßnahmen Ressourcen in einem Ausmaß verschwendet, dass ein flexibles Reagieren auf neue Herausforderungen fast unmöglich wird.

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