Werbung

»Wie ein Mensch« - die Maschine als Quasi-Akteur

Drei nach Neun: Müssen wir mehr über Maschinen-Ethik sprechen? Was sieht iRobot in uns? Einen Mensch, der tut, was die Technik von ihm erwartet? Wie schnell sind Roboter?

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Filmender Staubsauger

Wie die Zukunft der vernetzten Wohnung aussehen könnte? Patrick Beuth schreibt auf Zeit online über einen Roboterhersteller, der Wohnungen mithilfe einer Kamera und der Cloud kartografieren will. Und er stellt eine rhetorische Frage: »Was kann da schon schiefgehen?« Beuth zitiert zur Antwort Cory Doctorow: »Ein mit dem Internet verbundener und mit Kameras ausgestatteter Roboter ist eine verdammte Katastrophe, wenn er nicht sicher ist. Es ist ein Geschenk für jeden, der Kameras nutzen will, um dich zu überwachen.« Das Problem sei aber nicht nur drohende Überwachung - sondern auch die in der Idee von iRobot verankerte Annahme, »dass menschliches Verhalten berechenbar ist und immer bestimmten Mustern und Routinen folgt. Die Technik würde nur dann gut funktionieren, wenn sie diese Muster erkennt und daraus lernt, wann sie was zu tun hat. Aber jedes Mal, wenn jemand spontan etwas in einer andere Reihenfolge tut als sonst, eine Tätigkeit abbricht, weil zum Beispiel das Telefon klingelt oder man eben keine Lust auf den Lieblingsfernsehkanal hat, wird die Haustechnik etwas in Gang setzen, das die Bewohner dann manuell abbrechen oder ändern müssen. Unvorhersehbares Verhalten wird zum Problem. Was Angle vorschwebt, ist ein Mensch, der tut, was die Technik von ihm erwartet. Nicht umgekehrt.«

Schneller Roboter

Er ist etwa zehn Zentimeter lang, wiegt 54 Gramm, besteht zum Teil aus 3D-gedruckten Komponenten und ist vor allem: flink. Velociroach, den Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelt haben, schafft auf seinen sechs Beinen 17,6 Kilometern pro Stunde. Es gibt allerdings auch noch schnellere Kollegen.

Vernünftige Maschine?

Deutschlandradio hat mit der Janina Sombetzki über Vernunft, Entscheidungsfähigkeit und Urteilskraft bei Robotern gesprochen. Maschinen könnten durchaus ähnlich »wie ein Mensch« handeln, sie seien als »Quasi-Akteure« zu betrachten, sagt die Kieler Philosophin. Man müsse zwar nicht sagen, »Maschinen haben Autonomie, Maschinen haben Verantwortung. Sondern sie tragen etwas vergleichsweise Ähnliches. Sie funktionieren in einer ähnlichen Weise wie Menschen. Und sie werden in Situationen zum Einsatz gebracht, in denen eben vorher auch Menschen handelten und immer noch handeln.« Sombetzki drängt zudem darauf, den Diskurs über die Roboterethik stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. »Schon für uns Menschen ist es nicht ganz klar, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten sollen. In der Mensch-Maschine-Interaktion sind es letztendlich dieselben Probleme, denen wir begegnen.«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen