Urnen- wird zum Krebsgang

Rückschlag für Partei von Premier Renzi bei den italienischen Regionalwahlen

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Sonntag wurde in sieben italienischen Regionen ein neuer Präsident und ein neues Parlament bestimmt. Die Wahlen brachten Ergebnisse, die allen Parteien komplexe Denkaufgaben stellen.

Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis aus den Regionalwahlen vom Sonntag ist, dass sich jetzt auch in Italien die Politikverdrossenheit überall breit macht. Die Wahlbeteiligung lag bei durchschnittlich 50 Prozent und gegenüber den letzten Regionalwahlen ist sie sogar um fast 20 Prozent gesunken. Dies ist allerdings ein Problem, mit dem sich bisher mehr die Politikwissenschaftler und Soziologen und weniger die Politiker selbst beschäftigt haben.

Politisch gibt es vor allem zwei Verlierer: Matteo Renzi und Silvio Berlusconi. Rein zahlenmäßig haben die Demokraten (PD) in fünf Regionen gewonnen und in zwei verloren. Sie nehmen der Rechten Kampanien mit Neapel ab und verlieren dafür Ligurien mit Genua.

Für Renzi endet so ein glänzender Siegeslauf, der mit seiner Ernennung zum Ministerpräsidenten im April vergangenen Jahres begann und in der Europawahl im Mai 2014 gipfelte, bei der die Demokraten über 40 Prozent der Stimmen erhi...


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