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Gerald Götting, 9. 6. 1923 - 19. 5. 2015

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Er war nicht nur in der DDR-CDU, nicht nur Spitzenfunktionär der DDR-CDU - Gerald Götting war die DDR-CDU. Mitglied seit Anfang 1946, stieg er nach der Entmachtung der Parteiführung durch die sowjetische Besatzungsmacht schnell auf: 1949 wurde er Generalsekretär. Seit 1966 war er Vorsitzender und blieb es bis zur Wende 1989.

Die konservativen Eltern hatten ihn in der NS-Zeit vor Jungvolk und Hitler-Jugend bewahrt. Sein Antrieb, nach 1945 in die Politik zu gehen und dafür sein Germanistik- und Geschichtsstudium zu opfern: künftig Kriege zu verhindern und am »Aufbau eines neuen demokratischen Deutschlands« mitzuwirken, wie der gebürtige Hallenser 2011 in einem Interview sagte. Götting, der Erich und Margot Honecker aus frühen FDJ-Zeiten kannte, wurde das Gesicht der Politik der Nationalen Front in der DDR - bedingungslose Anerkennung der führenden Rolle der SED, Bekenntnis zum Sozialismus, gleichzeitig Lavieren im Bemühen um ein Mindestmaß an Eigenständigkeit sowie im schwierigen Verhältnis zwischen Staat und Kirche.

Als Präsident der Volkskammer erlangte Götting die höchste politische Position eines »Blockfreundes« in der DDR; die Reisefreiheit für Rentner und die Regelung für unbewaffnete Bausoldaten waren maßgeblich ihm zu verdanken. wh

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