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Einmal Afrika und zurück

Nordseekrabben, die in Deutschland von einer Maschine gepult wurden, sind teuer - der Ausweg heißt Marokko

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Früher war das Krabbenpulen an der Nordsee ein Nebenjob vieler Hausfrauen. Doch dann wurden geflieste Arbeitsräume und anderes mehr verlangt.

Die einzige Krabbenpulmaschine, die in Deutschland arbeitet, steht im Fischhandel Kocken an der Wurster Nordseeküste. Ein teures Geschäft. Denn die Maschine pult zwar viele Krabben, aber ein Mensch muss sie führen und zwei Beschäftigte müssen nachpulen, um Reste zu entfernen. Dazu kommen hohe Kosten für Energie und »eine intensive Wartung«. Obendrein, so erzählt Geschäftsführerin Frauke Fitten, pult die Maschine weniger Fleisch aus den Schalen, als es per Hand möglich ist - 25 bis 28 Prozent statt 30 Prozent. Dazu kommt der Anschaffungspreis von mehreren zehntausend Euro. Entsprechend teuer sind die frischen Krabben. Eine »Nische« für Liebhaber, sagt Fitten.

Die meisten Garnelen aus dem Fang deutscher Fischer durchlaufen daher eine lange Logistikkette. Sie beginnt mit dem Einholen der Netze an Bord der Kutter. Anschließend werden die Krabben in Meerwasser gekocht, im Kühlraum gelagert und nach spätestens 72 Stunden angelandet.

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