Klarsfeld: »Eine Episode der Shoa«

Gedenktafel für 16 jüdische Naziopfer aus Frankreich in Sachsenhausen eingeweiht

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Beate und Serge Klarsfelds Organisation »Söhne und Töchter der aus Frankreich deportierten Juden« stiftete eine Gedenktafel für 16 Jugendliche, die im Februar 1945 in Sachsenhausen ermordet wurden.

Auf dieser Seite der Lagermauer sieht es so befremdlich idyllisch aus. Im Bereich der Kommandantur hatte es sich die SS schön gemacht - ein KZ mit Rasen und mit Bäumen, die Schatten spenden.

Jetzt hängt an der Mauer eine Gedenktafel für 16 jüdische Naziopfer aus Frankreich. 60 Menschen sahen am Freitagmittag zu, wie zwei alte Männer das schwarze Tuch wegzogen, dass die Tafel bis dahin verhüllt hatte. Die Namen der 16 Jugendlichen tauchten auf: Sam Benadon, Serge Blumberg, Claude Goldstein, Marc Weill und die anderen Jungen. Zwischen 14 und 17 Jahre alt waren sie, als sie im Februar 1945 ermordet wurden. Drei Massenmordaktionen an Juden hat es damals gegeben.

»Wir wissen nicht, bei welcher Aktion sie ums Leben gekommen sind. Wir wissen nur, dass sie nicht überlebt haben«, sagt Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

»250 Juden gingen gestern in die Gaskammer«, schrieb der norwegische Architekt...

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