Bücherarmut ist nicht sexy

Mitarbeiter und Nutzer der Zentral- und Landesbibliothek wehren sich gegen neues Einkaufskonzept

  • Von Josephine Schulz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein Kreuzberger Lehrer hat eine Petition gegen das »Büchervernichten« gestartet. 12 000 Menschen haben schon unterschrieben.

Shades of Grey, Harry Potter und Kochbücher dürfen bleiben. Für Kant und Hegel heißt es womöglich: auf Nimmerwiedersehen. Was nicht massentauglich ist, wandert in den Schredder. Für sie ist in den Regalen der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) bald kein Platz mehr.

Wegen der prekären Finanzlage setzt der Stiftungsrat der ZLB zum Kahlschlag an. Der Einkauf von Büchern wird zum großen Teil an einen privaten Bibliotheksdienstleister aus Reutlingen ausgelagert. Vier von fünf Büchern werden dann nicht mehr von ausgebildeten Lektoren, sondern von der ekz-bibliotheksservice GmbH eingekauft. Das Unternehmen bietet »regalfertige« Massenware.

Mitarbeiter und Nutzer der Landesbibliothek wehren sich gegen das Umstrukturierungskonzept. Sie sprechen von »Büchervernichtung« und »Massengeschäft«. Harte Worte für eine Stadt, die sich rühmt, kulturelles und intellektuelles Zentrum Deutschlands zu sein.

Der Kreuzberger Lehrer Eckart Mülle...

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