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Eigentlich könnten sich S-Bahn-Fahrgäste entspannt zurücklehnen: Die langwierigsten Bauarbeiten sind abgeschlossen, die nächsten Lokführerstreiks noch längst nicht in Sicht, und die S-Bahn-Krise mit der Stilllegung ganzer Strecken liegt Jahre zurück ... Jahre zurück?

In den vergangenen Tagen fielen wieder vermehrt Fahrten aus, und Züge fuhren mit weniger Wagen als vorgesehen. Doch im Gegensatz zur großen Krise von 2009 ist dieser Rückfall in alte Zeiten durch die S-Bahn nicht selbst verschuldet. Diesmal hat ihr der Senat die Suppe eingebrockt, die letztlich die Fahrgäste auslöffeln müssen. Weil sich sein verkorkstes Ausschreibungsverfahren zum Betrieb der Ringbahn immer weiter verzögerte, müssen die alten Bahnen der S-Bahn länger durchhalten als geplant.

Eigentlich sollten die Baureihen 480 und 485 (stammt noch aus DDR-Zeiten) 2017 ausgemustert werden. Doch da erst im Herbst dieses Jahres der neue Ringbahnbetreiber feststehen soll, schafft er es nicht mehr, bis dahin neue Züge zu ordern. Die Oldtimer müssen deshalb bis mindestens 2023 weiterrollen, was längere und häufigere Werkstattaufenthalte zur Folge hat - weil sie noch einmal modernisiert werden müssen und ohnehin anfälliger sind.

Der Senat hätte diesen Engpass umgehen können, wenn er, wie von Experten gefordert, die S-Bahnen selbst bestellt und an den Betreiber vermietet hätte. Hoffentlich klappt es bei den kommenden Ausschreibungen für die Stadtbahn und die Nord-Süd-Linien besser.

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