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»Ich weiß nur, wie wir damals lebten«

Vergessene Flüchtlinge des Abchasien-Krieges finden seit Jahrzehnten Obdach in verfallenen Sanatorien Georgiens

  • Von Oliver Will und Jens Malling
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Das georgische Zchaltubo war ein beliebtes sowjetisches Urlaubsziel. Doch die Sanatorien sind verfallen. Heute leben hier Flüchtlinge aus der Zeit des Abchasien-Krieges.

Schwerer Verfall umhüllt das alte Sanatorium. Es ist lebhaft spürbar, dass der anliegende Park vor langer Zeit mit einem vornehmen Ansinnen geschaffen wurde. Heute trifft der Blick überall auf zerbrochene Fliesen, eingestürzte Säulen und ausgetrocknete Brunnen. Es herrscht die Natur. Pflanzen sprießen an den überraschendsten Orten. Einige schlanke Palmen erheben sich hoch über die wilde Vegetation. Die Flecken freilaufender Kühe schimmern zwischen den Stämmen.

In einer längst vergangenen Zivilisation war der Kurort Zchaltubo eine exklusive Urlaubsadresse. Dies scheint Ewigkeiten her zu sein. Tatsächlich sind kaum mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, seit Tausende verdienstvolle Beamte und emsige Arbeiter an diesem Ort ihre für den anstrengenden Aufbau des Sozialismus eingesetzten Kräfte wieder herstellten. Sie kamen aus allen Winkeln der Sowjetunion. Angelockt von dem angenehmen Klima Georgiens und den heißen Quellen der Region. In...


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