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Jeder zehnte Metaller ist Leiharbeiter

Jeder zehnte Beschäftigte in der Metallindustrie ist Zeitarbeiter - mit wesentlich schlechterem Verdienst

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In den Metallberufen sind 11,2 Prozent der Beschäftigten Zeitarbeiter. Damit ist der Anteil in der Branche ist viermal so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. Das brachte eine Anfrage der Linksfraktion ans Licht.

Berlin. Jeder zehnte Beschäftigte in der Metallindustrie ist nach einem Bericht der Tageszeitung »Die Welt« ein Zeitarbeiter. Das gehe aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, berichtet die Zeitung (Montag). Demnach sind in den Metallberufen 11,2 Prozent der Beschäftigten Zeitarbeiter. Damit sei der Anteil in der Branche mehr als viermal so hoch wie in der Gesamtwirtschaft (2,6 Prozent). Ähnlich hoch sei der Anteil nur noch in der Berufsgruppe Verkehr und Logistik mit 10,9 Prozent.

Zeitarbeiter in diesen Branchen verdienten im Schnitt nur rund 58 Prozent des Durchschnitts der anderen Arbeitnehmer - seien allerdings auch oft nur als Hilfskraft eingesetzt, schreibt die »Welt« unter Berufung auf Angaben des Ministeriums.

»Gerade in Branchen, wo gute Gewinne gemacht werden, wird Leiharbeit strategisch als Alternative zu regulärer Arbeit eingesetzt, um die Löhne zu drücken und die Arbeitnehmerrechte zu schleifen«, sagte Linke-Fraktionsvize Klaus Ernst. Extrem sei dies in der Autobranche, aber auch bei der Post, wie der aktuelle Tarifkonflikt zeige. Ernst forderte, den Einsatz von Leiharbeit auf maximal drei Monate zu begrenzen. Schon ab dem ersten Tag müsse gleich bezahlt werden.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant ein Gesetz zur Regelung der Zeitarbeit. Dabei beabsichtigt sie, die Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate zu begrenzen. Nach neun Monaten sollen die Zeitarbeiter den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft bekommen. dpa/nd

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