Ein Bündnis statt Ignorieren

In Bitterfeld-Wolfen häufen sich Übergriffe und Anschläge von Nazis

  • Von Romina Kempt und Petra Buch, Bitterfeld-Wolfen
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Gullideckel fliegen durch Fensterscheiben, Molotow-Cocktails liegen griffbereit. In Bitterfeld-Wolfen spitzt sich die Bedrohung durch Nazis zu.

Vor wenigen Wochen klaffte ein riesiges Loch in der Scheibe des Abgeordnetenbüros der Grünen in Bitterfeld-Wolfen. Überall lagen Splitter. Im Raum selbst blieben Scherben und ein Gullideckel zurück. Die Stelle, in die das schwere Geschoss einschlug, ist noch heute wie ein Mahnmal zu sehen. »Wir haben ein Problem mit Nazis«, sagt Sachsen-Anhalts Grünen-Landtagsabgeordneter Sebastian Striegel, als er vor seinem Wahlkreisbüro steht. Die Stadtverwaltung kritisiert er heftig.

Seit Monaten spitzt sich die Lage in der kleinen Stadt im Südosten von Sachsen-Anhalt zu, häuft sich rechte Gewalt. Auch bei den Linken wurden wiederholt Abgeordnetenbüros attackiert. Wie durch ein Wunder blieben Anwesende jeweils unverletzt. Von den Tätern fehlt nach Angaben der Ermittler noch jede Spur.

Laut dem aktuellen Verfassungsschutzbericht gab es 2014 rund 1300 Rechtsextreme in Sachsen-Anhalt, 2013 noch etwa 1400. Neuerdings würden auch Kader von Par...

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