Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Bei G7: Polizisten funkten Goebbels-Rede

Bericht: Beamte verbreiten berüchtigte Nazi-Ansprache über private Funkgeräte / Disziplinarverfahren eingeleitet - Staatsanwaltschaft sieht kein strafbares Handeln

Berlin. Bei dem Polizeieinsatz zum G7-Treffen im bayerischen Elmau hat es offenbar einen schweren Zwischenfall gegeben - auf Seiten der Beamten. Wie der »Spiegel« berichtet, sollen zwei Bereitschaftspolizisten über Funk einen Ausschnitt aus einer Goebbels-Rede verbreitet haben. Die Beamten waren laut dem Magazin eingesetzt, um das Gelände zu sichern. Über private Funkgeräte spielten sie fünf Tage vor Beginn des G7-Gipfels das berüchtigte Zitat aus der Sportpalastrede des NS-Reichspropagandaministers Joseph Goebbels von 1943 ab: »Wollt Ihr den totalen Krieg?«

Der Vorgang sei laut »Spiegel« aufgefallen, weil rund um das Treffen der selbst ernannten »Großen« in Bayrn der Funkverkehr um den Ort Elmau herum überwacht wurde. Das Blatt zitiert einen hochrangigen Sicherheitsbeamten mit den Worten, der Vorfall sei »skandalös« - nicht zuletzt, weil befürchtet werden müsse, dass »die Sicherheitskräfte von US-Präsident Barack Obama und anderer Regierungschefs das verfolgten«. Die Münchner Staatsanwaltschaft habe das Fall geprüft, aber kein strafbares Handeln gesehen. Im Polizeipräsidium Bonn sei allerdings ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, dort zeigte sich ein Sprecher »entsetzt« über die beiden Polizisten. nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln