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Staatsdiener mucken auf

Anderswo undenkbar, in Hessen fast schon Routine: Lehrer streiken trotz Beamtenstatus

  • Von Richard Färber, Wiesbaden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Rund 5000 hessische Lehrer demonstrierten in Wiesbaden dafür, dass der Tarifabschluss für angestellte Lehrer auch für Beamte gilt. Sie greifen damit auch das Streikverbot für Beamte an.

»Ihr seid klasse«, rief Andreas Grün, Chef der hessischen Polizeigewerkschaft GdP, den streikenden Lehrern zu. Schauplatz war eine DGB-Kundgebung des öffentlichen Dienstes in Wiesbaden in Sicht- und Hörweite des Hessischen Landtags. »Es ist beeindruckend, dass ihr trotz Beamtenstatus heute die Arbeit niedergelegt habt«, lobte Grün die GEW-Mitglieder, die an diesem Dienstag eine klare Mehrheit der rund 7000 Teilnehmer aus DGB-Gewerkschaften ausmachten.

Der Polizeigewerkschafter hatte schon im Winterhalbjahr Kundgebungen aufmüpfiger Landesbeamter vor der Staatskanzlei angeführt und gehört derzeit zu den schärfsten Kritikern der schwarz-grünen Landesregierung. Was Polizisten, Lehrer, Förster, Verwaltungsspezialisten und andere auf die Palme bringt, ist die sture Haltung der Koalition gegenüber ihren »eigenen« Beamten. So sollen sich die Staatsdiener unter Verweis auf die »Schuldenbremse« in Landesverfassung und Grundgesetz im laufend...


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