Quarantäne kann Übertragung sehr effizient stoppen

Der Münchener Virologe Gerd Sutter über Übertragungswege des MERS-Coronavirus und mögliche Gegenmittel

Sie testen einen Impfstoff gegen das MERS-Coronavirus. Wie kommt es, dass man ausgerechnet gegen diesen Erreger schon seit zwei Jahren an einem Impfstoff arbeitet?
Das war ein glücklicher Zufall, dass das plötzliche Auftauchen des MERS-Coronavirus zusammenfiel mit der Gründung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. Ein Ziel dieses Zentrums ist, sich besser auf das Auftreten von neuen gefährlichen Erregern vorzubereiten. Da Impfstoffforschung unsere Spezialität hier in München ist, haben wir es übernommen, möglichst schnell einen Impfstoffkandidaten für einen neuen Erreger zu entwickeln. Und als 2012 das MERS-Coronavirus im Königreich Saudi-Arabien auftauchte, bot es sich als erster Kandidat an. Deswegen haben wir jetzt einen gewissen Entwicklungsvorsprung gegenüber anderen.

Das MERS-Coronavirus wurde 2012 vom Robert-Koch-Institut als nicht sehr ansteckend eingestuft. Haben die sich doch geirrt?
Ich glaube, man darf bei ...

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