»MERS macht mir keine Angst«

In Südkorea wird der Regierung misstraut. Auf den Ausbruch der Krankheit wurde zu spät und intransparent reagiert

  • Von Michael Lenz, Bangkok
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Regierung warnt vor dem Verzehr von Kamelfleisch, desinfiziert die U-Bahn und rät zu Schutzmaßnahmen. Nur wenige nehmen die Hinweise ernst.

Den Science-Fiction-Film Jurassic World findet Ji Eun Park toll. »Die Geschichte ist im Prinzip wie in Jurassic Park. Aber die neue Fassung in 3D ist schon klasse«, freut sich die junge Südkoreanerin. Den Film hat die 35-Jährige vor einigen Tagen zusammen mit Freunden in einem Kino in Seoul gesehen. Trotz der Warnungen der Behörden, wegen MERS größere Menschenansammlungen zu meiden. »MERS macht mir keine Angst. Das Kino war gut besucht und in der Stadt sieht man nur wenige Leute mit Schutzmasken«, erzählt die Angestellte einer Baufirma.

Über die Warnungen, Mahnungen und Maßnahmen der südkoreanischen Regierung zum Schutz der Bevölkerung vor der MERS-Gefahr kann Ji Eun Park nur lachen. »Sie raten uns, kein Kamelfleisch zu essen. Dabei gibt es hier überhaupt kein Kamelfleisch«, sagt die junge Frau kopfschüttelnd und fügt hinzu: »Ich misstraue der Regierung sehr.« Südkoreas Regierung hat sich mit ihrer MERS-Politik nicht mit Ruhm bekl...

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