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Europa: vom Angebot zum Sachzwang

Ist die EU ein einiger Akteur mit weltpolitischem Gewicht oder ein loser Verbund einzelner Staaten?

  • Von Wim Zimmer
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Politökonomisch hatte der Euro den Zweck, einen Gegenblock zu Dollar, Yen und Co. zu bilden. Doch die Euro-Staaten haben politisch nicht fusioniert - und konkurrieren weiter gegeneinander. Das hat Folgen.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich bei seinen Kollegen in der Eurozone sehr unbeliebt gemacht. Denn auf den regelmäßigen Eurogruppen-Treffen der vergangenen Monate nervte der Wirtschaftsprofessor die anderen Finanzminister mit langen Vorträgen über Ökonomie, hieß es. Er sei ein Spinner und Amateur.

Der Vorwurf ist bemerkenswert. Schließlich schien es in den Verhandlungen ja um Ökonomie zu gehen, um die griechische nämlich. Doch hat der ganze Prozess gezeigt: Tatsächlich ging es um etwas ganz anderes. Nämlich ums Prinzip - um die grundsätzliche Frage, wer in Europa das Sagen hat. Wer in Europa Hausaufgaben aufgibt, und wer sie machen muss.

Im Streit zwischen der griechischen Regierung und ihren Gläubigern aus EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ist es zum Eklat gekommen. Varoufakis und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble personifizieren die beiden unvereinbaren Pole. Unvereinbar sind sie nicht...


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