Gunnar Decker 09.07.2015 / Kultur

Unser aller Paranoia

Im Kino: »Der Bau« von Jochen Alexander Freydank

Das ultramoderne Hochhaus, in das der Mann einzieht, hat eine einzige Zielgruppe: die sogenannten Besserverdienenden. Das sieht man schon an den uniformierten Hausmeistern, die sich eilfertig anbieten: Wenn es noch etwas zu erledigen gibt? Nein, erst mal nicht, der Mann ist gewohnt, die Dinge selbst in der Hand zu behalten.

Der Mann trägt einen dunklen Anzug, weißes Hemd mit Weste und Schlips. Eine Limousine steht in der Auffahrt, Geld scheint hier kein Problem zu sein. Ein Banker vielleicht, wer weiß, wir sehen ihn in eine Stadt fahren, in der sich die blinkenden Hochhäuser übereinander stapeln und dann sitzt er in einer Art dunklen Gruft allein vor einem Computer, über den Zahlenkolonnen flimmern.

Wo sind wir hier? In einer Erzählung von Franz Kafka: »Der Bau«. In einem Film von Jochen Alexander Freydank, der 2009 einen Oscar mit seinem Kurzfilm »Spielzeugland« gewann. In einer Beinahe-Solonummer von Axel Prahl als Mann in ...

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