Der Chronist

Winfried Junge zum 80. Geburtstag

  • Von Detlef Kannapin
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der Regisseur Winfried Junge wird 80. Mit seiner Frau Barbara und dem Doku-Zyklus »Die Kinder von Golzow« hat er Filmgeschichte geschrieben – doch es gibt in seinem Werk noch viel mehr zu entdecken.

Es gibt einen Punkt, an dem alle Einwände gegen den Sozialismus gewissermaßen zum Scheitern verurteilt sind, die ideologischen wie die sachlichen. Dieser Punkt ist der dokumentarische. Jener, der in bewegten Bildern festgehalten und jederzeit wieder abrufbar ist. Aus den vorfilmischen Zeitläuften kennen wir mimetische Überlieferungen nur statisch, als Artefakte der Vergangenheit im starren Korsett der Erzählung, der Schrift oder des Gemäldes. Mit dem Film werden Geist und Vorstellung dynamisch und in einem Prozess erlebbar.

Das denkbar Blöde für nichtsozialistische Überzeugungen und Herrschaftsansprüche ist die Tatsache, dass die Epoche der sozialistischen Revolutionen zwischen 1917 und 1989/90 nahezu lückenlos vom Medium Film begleitet und geprägt wurde. Sofern die entsprechenden Filmbeiträge zugänglich bleiben, werden sie veranschaulichen, wie mehrere Generationen die Utopie des Aufbaus einer menschlichen Gesellschaft mit wissen...


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