Ein Deckel für die Atomkraft

Französisches Parlament beschließt Energiewendegesetz

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Frankreich hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt: Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent, Halbierung des Energieverbrauchs und Verdoppelung des Stromanteils der Erneuerbaren.

Frankreich ist Atomstromland Nummer eins in Europa. Rund 75 Prozent der Elektrizitätsversorgung werden derzeit von 58 AKW-Reaktoren an 19 Standorten abgedeckt. Das hatte bislang Vorteile: Die Abhängigkeit von Energieimporten blieb gering, die Atomkraft ist weniger schädlich für das Weltklima als etwa Kohlekraftwerke und der immer noch teilweise staatliche Energieriese EDF behielt seine unangefochtene Spitzenstellung auf dem heimischen Strommarkt. Zudem hielt sich der Anti-AKW-Widerstand in Grenzen. Doch seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima ringt auch Frankreich mit der Neuausrichtung: Zunehmend mit Besorgnis wird die Störanfälligkeit von Uraltmeilern registriert. Diese durch neue AKW zu ersetzen, ist kein gangbarer Weg - der einzige laufende Neubau zeichnet sich durch mehrjährige Verzögerungen und explodierende Kosten aus.

Obwohl die Kernkraftlobby nach wie vor sehr einflussreich ist, hat es die Regierung nun doch geschafft, ...

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