Eisernes Schweigen

Sollen die Schulden gar nicht zurückgezahlt werden? Wie Berlin einen Treuhandfonds durchsetzte, der Athen teuer zu stehen kommt. Über eine Alternative wollte niemand reden

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

»14 gewinnbringende Flughäfen verkaufen und die anderen 30 Flughäfen, die keinen Gewinn machen und subventioniert werden müssen, bleiben beim griechischen Staat.«

Eigentlich hat der griechische Infrastrukturminister Christos Spirtzis mit diesem Satz schon die gesamte Privatisierungspolitik beschrieben, die nun wieder mit allem Druck in Griechenland verfolgt werden soll: Um Ansprüche von Gläubigern schnell zu bedienen, wird die wirtschaftliche Substanz des Öffentlichen zerstört, was am Ende den Staat und die Steuerzahler mehr Geld kosten wird - und wohl auch dafür sorgt, dass die Gläubiger leer ausgehen.

Spirtzis hat zwar »nur« über die Regionalflughäfen gesprochen, von denen 14 an die Frankfurter Fraport AG privatisiert werden sollen. Doch seine Kritik, geäußert am Donnerstagabend in der ARD-Sendung »Monitor«, gilt praktisch für die komplette Verkaufspolitik der Gläubiger, die seit dem Brüsseler Gipfel wieder und zum Teil auc...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.