Andreas Gläser 24.07.2015 / Kolumnen

Höflich geht die Welt zugrunde

Vor einigen Jahren fing es an, dass ich, nachdem ich eine Madame schon 55 Monate als ewige Flamme eines Freundes kannte und ihr zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand reichte, jene mir plötzlich eine Wange entgegenstreckte und locker umarmt werden wollte. Wange an Wange, ein Küsschen rechts, ein Küsschen links, für jeweils einen Luftikus ins Nirwana, so hatte sie sich das gedacht. Mitunter gab ich ihr einen Schmatzer auf die Wange, oder auf den Mund.

Mir war dieses seltsame Zwitterding aus Nähe und Distanz unbekannt, da ich zu wenig Fernsehen guckte. Das gehöre sich nicht, musste ich mir sagen lassen. Freundliche Frauen, die ich mehr vom gelegentlichen Sehen als vom heimlichen Ausgehen kenne, kommen mir nahezu unvermittelt entgegen geflattert. Trotzdem ist es unverschämt, sie ins Café einzuladen. Und ihr jeweiliger Gott, mein langjähriger Genosse, reicht...

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