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Amtskirche Polens schwer getroffen

Gesetz über künstliche Befruchtung unterschrieben

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die polnische Amtskirche musste eine schwere Niederlage einstecken. Die brachte ihr der Staatspräsident noch kurz vor seinem Abschied bei.

Entgegen eindringlicher Appelle des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, unterschrieb Bronislaw Komorowski vergangene Woche das Gesetz zur künstlichen Befruchtung. Er tat dies quasi in letzter Minute, denn der Staatspräsident amtiert nur noch bis zum 6. August, war auch bereits im Mai abgewählt worden.

Auf die Bischöfe wirkte diese Entscheidung wie Donner und Blitz aus heiteren Himmel. Der Krakówer Metropolit, Kardinal Stanislaw Dziwisz, ehemaliger Sekretär von Papst Johannes Paul II., sagte, dass mit dieser Unterschrift Komorowski »am Christentum schwer gesündigt« habe. Nun befände er sich - so Bischof Piotr Turczynski - außerhalb der katholischen Identität.

Noch am Sonntag vor einer Woche flehte am »Weißen Berg« in Częstochowa die dort versammelte Pilgermasse den Herrn an, das Staatsoberhaupt zu erleuchten, dass er sich nicht an diesem »Teufel...


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