Etappensieg für Mall-Arbeiter

Arbeitsgericht gibt geprellten Rumänen Recht, Subunternehmen muss 5600 Euro Lohn zahlen

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rund 50 rumänische Arbeiter hatten im vergangenen Herbst wochenlang am Einkaufszentrum »Mall of Berlin« geschuftet - ohne auch nur einen Cent zu bekommen. Nun sollen sie endlich ihr Geld erhalten.

Zwei rumänische Arbeiter, die im Herbst 2014 auf der Baustelle des Einkaufzentrums Mall of Berlin gearbeitet haben, sollen ihren Lohn erhalten. Das Arbeitsgericht Berlin hat den Klagen der Männer am Mittwoch stattgegeben. Das Urteil ist der erste Gerichtsentscheid im Zusammenhang mit ausgebliebenen Lohnzahlungen beim Bau des Shoppingcenters. Zwei frühere Gerichtstermine zu diesen Fällen waren verschoben worden. Weitere Klagen sollen in den kommenden Wochen verhandelt werden.

»Klagen von Bauarbeitern gibt es häufig. In diesem Fall besonders ist, dass ausländische Bauarbeiter ohne Papiere geklagt haben«, sagt Rechtsanwalt Sebastian Kunz, der die rumänischen Arbeiter vor Gericht vertritt, dem »nd«. Den Rumänen war anfangs ein Arbeitsvertrag versprochen worden, erhalten haben sie trotz Nachfragen aber nie einen. Kunz geht davon aus, dass das Gericht in den übrigen Fällen ähnlich entscheiden wird und dass das Urteil Signalwirkung für a...


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