Anne Gonschorek, Kapstadt 11.08.2015 / Politik

Südafrikas Bauern weichen der Gewalt

Überfälle und Morde auf Farmen gefährden auf Dauer die Versorgung mit Nahrungsmitteln

In Südafrika sind in diesem Jahr bereits über 100 Bauernhöfe überfallen worden. Dabei kamen fast 30 Menschen ums Leben. Die Landwirtschaft gehört damit zu den gefährlichsten Branchen des Landes.

»Sie griffen ihn brutal an, fesselten seine Hände auf dem Rücken und ließen ihn 700 bis 800 Meter vom Bauernhaus entfernt auf dem Feld liegen«, heißt es im Polizeibericht. Erst am nächsten Morgen suchte ein Nachbar den 77-jährigen Hein Smith, nachdem dieser nicht auf einen Telefonanruf geantwortet hatte. Der allein in Free State lebende Bauer starb kurz nach der Ankunft im Krankenhaus.

Die Ermordung von Hein Smiths Mitte Juli ist nur ein Fall von vielen, die ungelöst bleiben dürften. Laut einer Mitteilung der Aktivistengruppe AfriForum und der Agrarunion TAU sind in diesem Jahr bereits 27 Bauern ermordet worden. Insgesamt wurden 116 Höfe angegriffen.

Schon 2014 stiegen die Bauernhofmorde von 62 im Vorjahr auf 67 Fälle an. 277 Farmen wurden angegriffen. Damit wurde 2014 zum tödlichsten Jahr für Südafrikas Bauern seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1990. Der südafrikanische Bauernverband gibt an, dass jedes Jahr mehr als doppelt...

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