Mobile Teams registrieren Flüchtlinge

Erneut haben sich am Montag Hunderte Asylsuchende in der Sommerhitze vor der Zentralen Aufnahmestelle auf dem Geländes des Landesamtes für Soziales und Gesundheit (LAGeSO) gedrängt. Etwas Abhilfe sollen mobile Aufnahmeteams schaffen, die zu Wochenbeginn in die neue Notunterkunft in Karlshorst fuhren, sagte die Sprecherin der Sozialverwaltung, Regina Kneiding. Die dort untergebrachten 300 Flüchtlinge sollen vor Ort registriert werden, um ihnen das wiederholte Schlangestehen beim LAGeSo zu ersparen.

Im LAGeSo nahmen am Montag weitere 5 externe Mitarbeiter ihre Arbeit auf, um bei der Registrierung der Asylbewerber zu helfen. Vergangene Woche hatten zehn externe Mitarbeiter von einer Zeitarbeitsfirma dort begonnen. Insgesamt arbeiten jetzt in der Erstaufnahme und Registrierung 79 Mitarbeiter. Doch sie kommen bei der stetig steigenden Zahl von Flüchtlingen kaum hinterher. Am Montag ist der Andrang besonders groß. Ein neuer Trinkwasserbrunnen und eine Wasserbar sollen die Versorgung der Flüchtlinge bei Temperaturen um die 30 Grad verbessern.

Sozialsenator Mario Czaja (CDU) besuchte am Samstagabend die Flüchtlinge in Karlshorst, um sich selbst ein Bild von der Notunterkunft zu machen, sagte Kneiding. Am Montag habe Czaja freigemeinnützige Betreiber von Flüchtlingsunterkünften sowie potenzielle neue Betreiber eingeladen, um das weitere Vorgehen zu erörtern sowie mögliche weitere Immobilien zu finden. Czaja geht demnach für 2015 mit bundesweit bis zu 700 000 Asylbewerbern aus. Auch in dieser Woche werden in Berlin täglich erneut Hunderte neue Flüchtlinge erwartet. In der Hauptstadt sind 2015 bislang fast 16 000 Flüchtlinge angekommen. Weil allein im Juli 4000 Männer, Frauen und Kinder kamen, werden bis Jahresende 35 000 neue Asylanträgen erwartet. Agenturen/nd

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