Tiersammelstelle kündigt Vertrag

Nach der Kündigung des Vertrages für die Tiersammelstelle herrscht Uneinigkeit über deren Wirksamkeit. Nach Ansicht des zuständigen Bezirksamtes ist diese erst später möglich als vom Tierschutzverein Berlin (TVB) angenommen. Der Verein hatte zuvor mitgeteilt, den Vertrag wegen Geldproblemen zum Ende des Jahres zu kündigen. In der Sammelstelle auf dem Gelände des Berliner Tierheims werden gefundene Tiere untergebracht, bevor sie ins Tierheim kommen.

Den Vertrag hat der TVB mit dem Bezirksamt Lichtenberg geschlossen, das für Fundtiere zuständig ist. »Ich bin der Meinung, dass die Kündigung erst Ende 2016 möglich ist«, sagte Bezirksstadtrat Andreas Prüfer (LINKE) am Montag. Die Tierschützer haben den Kontrakt außerordentlich gekündigt, um nicht »in finanzielle Schieflage zu kommen«. Der TVB bekommt nach Angaben des Sprechers etwa 375 000 Euro im Jahr vom Senat, um die Sammelstelle zu betreiben. Die Kosten lägen bei drei Millionen Euro. Bezirksstadtrat Prüfer zufolge soll der Vertrag nun neu ausgeschrieben werden. Sollte es keine besseren oder gleichwertigen Optionen geben, müssen Bezirksamt und TVB über mehr Geld verhandeln: Jährlich standen für die Sammelstelle Prüfer zufolge zuletzt 660 000 Euro zur Verfügung. Gemäß des aktuellen Vertrags musste das Bezirksamt allerdings deutlich weniger zahlen. dpa Foto: imago/Christian Thiel

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