Baden im Dorfbach

Niedrigwasser und Dreck: Bis man in der Spree baden kann, dauert es

  • Von Anja Sokolow
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Spree ist ein gebeutelter Fluss. Rotbrauner Schlamm, Sulfate, Keime und Fäkalien trüben die Wasserqualität. Einer der Gründe ist der Braunkohlebergbau in der Lausitz. Aber nicht nur.

Ein Bad im Herzen Berlins nehmen und an Stadtschloss, Lustgarten und den großen Museen entlang schwimmen - das klingt verlockend. Die Initiative «Flussbad Berlin» will an der Spree eines der schönsten Flussbäder der Welt bauen. «Spätestens 2025 wollen wir das Flussbad eröffnen. Dann wäre es 100 Jahre her, dass die Berliner in der Spree baden konnten», sagt Susanne Bernstein, Koordinatorin der Geschäftsstelle. Während in Mitte ein neuer Erholungsort geplant wird, sind Behörden und Unternehmen in Berlin und Brandenburg um Schadensbegrenzung für den geplagten Fluss bemüht.

Die Folgen des Bergbaus in der Lausitz, Abwässer und Einträge aus der Landwirtschaft sind nur einige Probleme, mit denen der Fluss zu kämpfen hat, der an manchen Tagen die Bezeichnung nicht verdient. Die Spree führt mitunter so wenig Wasser, dass sie steht oder rückwärts fließt. «Von der Wassermenge her ist die Spree ein Dorfbach», sagt Manfred Krauß vom Bund für Umwelt...


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