Neuer Verdachtsfall von Asyl-Mietabzocke in Berlin

Vorwurf: Apartment-Anbieter sollen absahnen /
Senator über Vorgänge wohl nicht richtig im Bilde

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine unveröffentlichte Schriftliche Anfrage der Linksfraktion enthüllt neue Vorwürfe gegen Vermieter, die sich bei der Unterbringung an der Not von Flüchtlingen bereichert haben könnten.

Es gibt einen neuen Verdachtsfall von Geschäftemacherei bei der Unterbringung von Asylsuchenden in Berlin. »Dem Senat liegen konkrete Hinweise auf eine missbräuchliche Unterbringung von Flüchtlingen in einem Objekt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor«, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung von Mario Czaja (CDU) auf eine noch nicht veröffentlichte Schriftliche Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Elke Breitenbach und Hakan Taş, die »neues deutschland« vorab vorliegt. Demnach hat der Senat in dem Verdachtsfall unverzüglich die »Sachaufklärung« in die Wege geleitet, der Vorgang dauert aber noch an. Die »konkreten Hinweise« wiegen offenbar so schwer, dass die Kostenübernahme für das Objekt in Friedrichshain-Kreuzberg durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) bereits eingestellt wurde. Auf »nd«-Nachfrage wollte sich die Verwaltung von Senator Czaja zunächst nicht näher zu dem Vermietungsobjekt in Friedrichshain...

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