Der Abrüster

Egon Bahr ist tot: Abschied von einem großen Sozialdemokraten

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Es ging ihm wie vielen Politikern nach dem Ende ihrer aktiven Karriere: Er sah die Welt noch ein bisschen schärfer, war noch klarer in der Überzeugung, dass es so nicht weitergehen könne. Ohne die Fesseln von Ämtern, ohne die einengenden Sprechdisziplinen des Geschäfts formulierte Egon Bahr manches noch ein bisschen deutlicher.

Dabei hatte der Sozialdemokrat ohnehin nie zu denen gehört, die sich zurückhalten. Am Beginn seines politischen Lebens war er - auch in Selbstauskunft - ein Kalter Krieger. Doch dann wurde er der Erfinder der Entspannungspolitik. Er erinnere sich, sagte Bahr vor nicht einmal einem Jahr im Gespräch mit dieser Zeitung, »dass Brandt über sich selbst sagte: ›Je älter ich werde, um so linker werde ich.‹ Wenn ich sehe, wohin dieser Kapitalismus treibt, habe ich das Gefühl, dass es bei mir ähnlich ist.«

Brandt, das war der andere Bahr, der eine ohne den anderen nicht zu denken. Bahr war seit 1956 Mitglied in ...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1427 Wörter (9094 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.