Leverkusen gewinnt Millionen und verliert einen »feinen Kerl«

Mit dem 3:0 gegen Lazio Rom zieht die vierte deutsche Mannschaft in die Champions League ein, doch Heung-Min Son wechselt nach England

  • Von Ulf Zimmermann, Leverkusen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit der 3:0-Gala gegen Lazio Rom und dem Einzug in die Champions League hat Leverkusen nicht nur kräftig die Vereinskasse aufgebessert. Einen Leverkusener Verlierer gab es an diesem Abend dennoch.

Rudi Völler war zu Recht mächtig stolz. Der Sportchef von Bayer Leverkusen würdigte, von einer schweren Last befreit, in den Katakomben der heimischen Arena den Sturmlauf seiner Fußball-Mannschaft in die Gruppenphase der Champions League. Mehr noch als die Freude über die satten Zusatzeinnahmen durch das 3:0 gegen Qualifikationsgegner Lazio Rom überwog »die sportliche Genugtuung. Uns haftete ja immer das Image an, im entscheidenden Moment zu versagen«, erklärte der 55-Jährige. Die finanziellen Aspekte, so machte Völler klar, »weniger der Knackpunkt« seien.

Seit 1994 ist Völler zunächst als Spieler, dann als sportlich Verantwortlicher immer wieder betroffen von der öffentlichen Meinung zum Werksklub. Am Mittwochabend waren 28 222 Fans und 6,13 Millionen Zuschauer bei der Liveübertragung im Fernsehen schon erstaunt. Das Team Schmidts, das beim Anpfiff einen Altersschnitt von 24,3 Jahren hatte, drückte dem Klub des wegen Verletzung f...

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