Die Kraft der Roboter

Maschinen helfen Menschen - zum Beispiel ein Exoskelett Thorsten Sarzo

  • Von Barbara Schneider, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es klingt wie ein biblisches Wunder: Gelähmte können wieder gehen, Taube wieder hören. Technische Neuerungen machen vieles möglich, werfen aber auch Fragen nach den Grenzen auf.

Fast eine Viertelstunde dauert es, bis Thorsten Sarzo verkabelt ist. An seinen Oberschenkeln, Waden und an der Hüfte kleben jetzt kleine Elektroden. Dann schiebt Physiotherapeutin Nadine Koch-Brosowski den Rollstuhlfahrer eine kleine Rampe nach oben auf ein Laufband, hilft in das Exoskelett, einen Roboteranzug. Das Training kann beginnen.

Zweimal in der Woche kommt der 38-Jährige, der nach einem Mountainbike-Unfall querschnittsgelähmt ist, zur Therapie in die Frankfurter Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik. Der Roboteranzug, den er wie eine zweite Hose trägt, gibt seinen Beinen Halt. Die Elektroden nehmen die schwachen Muskelzuckungen seiner Beine auf, und das Exoskelett unterstützt so die Bewegungen. Eine gute Stunde dauert das Training. Sarzo setzt auf dem Laufband Fuß vor Fuß.

Die computergesteuerten Exoskelette sind Beispiele der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Denn technisch ist heute schon sehr viel möglich: Forscher tüft...


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