Familienfraktion übernahm die Straße

Sachsen einmal anders - 5000 Demonstranten wandten sich gegen Rassisten und kritisierten die Landespolitik

  • Von Fabian Köhler, Dresden
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Menschen heißen Flüchtlinge willkommen. In Sachsen? So etwas gibt es. 5000 gingen am Samstag auf die Straße. Außer gegen randalierende Nazis richtete sich ihre Wut gegen die sächsische Landesregierung.

Es ist eine Szenerie, wie man sie kennt in Sachsen. Tausende Menschen ziehen durch die Straßen Dresdens und skandieren Parolen gegen die herrschende Flüchtlingspolitik. Nur diesmal sind es keine Nazis und Besorgte und sie machen auch keine Stimmung gegen Islamisierung und ihre neuen Nachbarn. «Say it loud, say it clear, refugees are welcome here» skandieren die Demonstranten. (Sagt es laut, sagt es klar, Flüchtlinge sind hier willkommen.) Zwischen all den Aufmärschen, Brandanschlägen und randalierenden Nazis hätte man fast vergessen können, dass es sie auch noch gibt. Menschen, die sich solidarisch mit Flüchtlingen erklären.

Rund 5000 waren dem Aufruf «Heute die Pogrome von morgen verhindern» des lokalen Bündnisses «Dresden Nazifrei» gefolgt. Busse und Züge aus Berlin, Jena, Hannover und Prag hatten die Aktivisten in die Hauptstadt der Pegida-Bewegung gebracht, um gegen die «sächsischen Zustände» zu protestieren, an denen Nazis, «...


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